Hof mit der Kirche St. Lorenz war die Urpfarrei des Bistums Bamberg für das Regnitzland zwischen Frankenwald und Fichtelgebirge.
Um das Jahr 1100 wurde das Hofer Land christianisiert. Nach Regnitzlosau, das damals als unwirtliches und von aufständischen Sorben beeinflusstes Gebiet galt, gelangte der christliche Glaube erst um 1200.
Als selbstständige Pfarrei wird Regnitzlosau 1322 erstmals urkundlich erwähnt. Bis ins 15. Jahrhundert gehörten die Filialkirchen Posseck und Roßbach zur Pfarrei Regnitzlosau.
Seit 1524 gehörte Regnitzlosau vollständig zur Markgrafschaft Bayreuth. Da sich die Markgrafen früh zur Reformation bekannten, fand der evangelische Glaube bald auch in Regnitzlosau Verbreitung.
Mit Martin Helfer aus Hof, einem überzeugten Anhänger Martin Luthers, wirkte von 1527 bis 1533 der erste evangelische Pfarrer in Regnitzlosau.
Im Jahr 1810 kam Regnitzlosau zusammen mit dem ehemaligen markgräflichen Besitz zum Bayerischen Königreich. 1857 wurden die Orte Nentschau, Mittelhammer und Unterzech von Posseck nach Regnitzlosau umgepfarrt.
In den Jahren 1962/1963 errichtete die Kirchengemeinde eine zweite Kirche in Faßmannsreuth. Die „Friedenskirche“ befindet sich nur wenige hundert Meter von der damaligen Grenze zur ehemaligen Tschechoslowakei entfernt.
Heute ist Regnitzlosau eine große Landgemeinde mit rund 2.200 Gemeindegliedern, die sich auf einer Fläche von etwa 40 km² verteilen. Zum Gemeindegebiet gehören zahlreiche Dörfer, Weiler und Einzelgehöfte.

Übersicht der Regnitzlosauer Pfarrer
- 1340 Forbin – erstmalig genannt
- 1502 Linder, Johann
- 1527–1533 Martin Helfer (erster evangelischer Geistlicher)
- 1534–1551 Michael Meyer
- 1551–1571 Konradus Perner
- 1571–1605 Andreas Trost
- 1605–1642 Johann Pauli
- 1642–1665 Johann Scharff
- 1666–1698 M. Heinrich Dorsch
- 1698–1717 M. Adam Johann Dorsch (Sohn des M. Heinrich Dorsch)
- 1717–1745 M. Heinrich Ettlinger
- 1745–1784 M. Adam Christoph Grimm
- 1784–1806 Johann Christoph Keßler
- 1808–1835 Johann Michael Hofmann
- 1836–1860 Wolfgang Ludwig Munzert
- 1869–1882 Andreas Moschenbach
- 1884–1897 Johann Karl Sommerer
- 1897–1901 Erwin Ottomar Pöschel
- 1901–1914 Maximilian August Ludwig Wolfgang Hirz
- 1914–1942 Friedrich Bauer
- 1942–1943 Heinrich Lindner (gefallen im Zweiten Weltkrieg)
- 1944–1952 Max Borger
- 1953–1958 Wolfgang Luttenberger
- 1958–1962 Wilhelm Schubert
- 1963–1971 Traugott Richter
- 1972–1978 Klaus Eichner
- 1979–1982 Ehrenfried Vicedom
- 1983–2004 Hanspeter Kern
- 2005–2008 Friederike Melzer
- 2008-2012 Rudolf Binding
- 2012-2023 Holger Winkler
- seit 2026 Michael Friedemann